Eine besondere Auszeichnung erhielt die Albert-Scheitzer-Realschule Regensburg im Rahmen eines Festakts an der Schule überreicht: den deutschlandweit zum 150. Geburtstag von Albert Schweitzer ausgeschriebenen Jubiläumspreis des Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrums in Frankfurt am Main.Dadurch werden das langjährige Engagement im Sinne der Ethik Albert Schweitzers und auch die neuen Entwicklungen an der Schule in den letzten Jahren gewürdigt.
Eine Atmosphäre des wertschätzenden, respektvollen Umgangs bildet die Basis. „Erst Bindung, dann Bildung“ ist das grundlegende Motto im Schulalltag und beim Lernen.
Seit letztem Schuljahr ist die Schule offiziell „KOMPASS-Schule“ (Kompetenz aus Stärke und Selbstbewusstsein). Die Kinder und Jugendlichen werden dabei in Ihrer Persönlichkeit ernst genommen und gestärkt, je nach Jahrgangsstufe z. B. mit individuellen Stärkengesprächen mit der Klassenlehrkraft, besonderen Projektstunden oder Stunden, in denen das individuelle Lernen im Vordergrund steht. Eine Vielzahl an besonderen Wahlfachangeboten (z. B. Streitschlichter, Mediencoach, Fahrradwerkstatt, Schulsanitäter, Schule ohne Rassismus) und das besondere musikalische Profil ergänzen diesen individuellen Ansatz.
Mit einer Theaterszene und einem Film, moderiert von den Schülersprechern, wurde der seit 10 Jahren etablierte Albert-Schweitzer-Spendenlauf vorgestellt sowie der Albert-Schweitzer-Tag, an dem jede Klasse einer sozialen Einrichtung in Regensburg (z. B. Strohhalm, Blindeninstitut, Rotes Kreuz, Tierheim, Hospiz) einen Teil der Spenden überbringt und diese gleichzeitig dabei kennenlernt.
Jeweils die Hälfte der Spenden wird jährlich an das von Albert Schweitzer gegründete Hospital in Lambarene (heute: Gabun) in Westafrika überwiesen. Herr Dr. Roland Wolf vom Deutschen Hilfsverein für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene berichtete in eindruckvollen Bildern von der geschichtlichen Entwicklung des Dschungelkrankenhauses und Projekten wie z. B. Solarlampen oder der Unterstützung besonders armer Patienten durch die Spendengelder.
Schulleiter Bernd Namislo nahm Bezug auf das Zitat Albert Schweitzers „In keiner Weise dürfen wir uns dazu bewegen lassen, die Stimme der Menschlichkeit in uns zum Schweigen bringen zu wollen“ und betonte, es sei wichtig, den Mitmenschen immer als Person zu achten aber sich genauso klar gegen jedes unrechtmäßiges Verhalten zu positionieren und Menschen, die Unterstützung brauchen, zu helfen. Albert Schweitzer bezeichnete eine solche Einstellung als „grenzenlose Menschlichkeit“.
Stadtrat Alexander Irmisch als Vertreter des Oberbürgermeisters freute sich, dass durch das Schulprofil „Achtsam – Solidarisch – Respektvoll“ die Grundlage für ein wertschätzendes Miteinander gelegt wird und Landrätin Tanja Schweiger griff die vielen Interessensgebiete Schweitzers auf und motivierte die anwesenden Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Klassen auch sich selbst vielfach einzubringen und zu engagieren.
Ministerialbeauftragter Andreas Hoffmann strich noch einmal die besondere Leistung der Schule heraus, dass sich alle, Lehrkräfte und Schulleitung ebenso wie Eltern- und Schülervertreter mit ganzer Kraft für dieses positive Miteinander einsetzen.
Für die Schule ist diese Auszeichnung vor allem eine Bestätigung dieser Art der positiven Schulentwicklung, die zukünftig in Hinblick auf eine moderne Prüfungs- und Unterrichtskultur noch weiter ausgebaut wird.