Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der „Tage der Bayerischen Schulmusik 2025“ am Donnerstag, 13. März 2025 im Großen Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München konnten die beiden Vertreter der Albert-Schweitzer-Realschule Regensburg, Florian Aschenbrenner und Florian Friedl, die Auszeichnung aus den Händen von Prof. Dr. Bernhard Hofmann sowie Dr. Martin Weber, Sprecher der Jury des Deutschen Schulmusikpreises entgegennehmen.
Mit einem Bewerbungsvideo hatte sich die Schule im Vorfeld am Aufruf der Deutschen Gesellschaft für Schulmusik beteiligt, Konzepte vorzustellen, die nachhaltig das musikalische Leben an Schulen fördern.
Neben einem Gymnasium in Oldenburg fiel die Wahl dabei auf die Regensburger Albert-Schweitzer-Realschule, die ihr Musikförderprogramm ins Feld führte. Dabei wird den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, ab der 5. Jahrgangsstufe ein Blasinstrument zu lernen und ab der 7. Jahrgangsstufe an der Talentgruppe Musik, einem besonderen Förderprogramm, das mit einer freiwilligen Abschlussprüfung im Fach Musik endet, teilzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule im Norden der Domstadt entstammen oftmals Elternhäusern mit vielfältigen kulturellen und sozialen Hintergründen. Die Möglichkeit, ein Instrument zu lernen, würde sich sonst für viele nicht bieten.
Begleitet werden die unterrichtliche Ausbildung durch eine Vielzahl unterschiedlicher musikalischer Aktivitäten, wie verschiedene Konzertformate (Frühjahrs-, Bläserklassen- und Absolventenkonzerte), Besuche von Konzerten, Musicals oder Opern, Projekttage mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunktsetzungen, einem Infoabend zu Berufen mit Musik, den jährlich stattfindenden Probentagen sowie verschiedenen Instrumentalworkshops. Für die Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe stehen zusätzlich eine jährlich stattfindende Opernfahrt nach Pilsen sowie im Wechsel eine Musicalfahrt nach Hamburg und eine Studienreise nach Salzburg für die Absolventinnen und Absolventen der Talentgruppen auf dem Programm. Ab Herbst 2024 gibt es auch eine Partnerschaft mit der Musikschule im tschechischen Dobřany.
Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury, dass das gesamte Musikprogramm an der Albert-Schweitzer-Realschule mit keinerlei Kosten für die Eltern verbunden ist und so alle Schülerinnen und Schüler in den Genuss der musikalischen Förderung kommen. Wörtlich erklärten die Juroren: „Die Schule verfolgt ein schulmusikalisches Konzept, das offen und nachhaltig ist, ein Konzept, dessen Umsetzung an einer Realschule besonderen Respekt verdient. Überzeugend ist nicht allein die gelungene Einbettung in den schulischen, schulkulturellen und schulrechtlichen Rahmen, sondern insbesondere der soziale Aspekt: Die Schule sorgt für Angebote musikalischer Bildung in großer Vielfalt und ermöglicht Jugendlichen damit musikalische Erfahrungen, die ihnen womöglich aus wirtschaftlichen Gründen sonst verschlossen wären.“
„Das starke musikalische Profil unserer Schule ist wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsbildung unserer Schülerinnen und Schüler und beeinflusst das auch das Sozialverhalten insgesamt sehr positiv“, ist sich Schulleiter Bernd Namislo sicher, der den musikalischen Schwerpunkt voll unterstützt.
Gemeinsam mit einem Team aus mehreren Instrumental- und Musiklehrkräften ist die Fachschaft Musik mit den Kollegen Rudolf Appel, Florian Friedl und Florian Aschenbrenner immer bemüht, das musikalische Profil der Schule weiterzuentwickeln. Daher wurde gemeinsam mit der Schulfamilie beschlossen, das bisher zusätzliche und freiwillige Abschlussprüfungsfach Musik ab dem kommenden Jahr als verpflichtendes Profilfach im Zweig IIIb anzubieten. „Wir hoffen, damit noch mehr Schülerinnen und Schüler zu erreichen und sie bis zum Abschluss in der 10. Jahrgangsstufe nachhaltig zur Musik motivieren zu können“, so Schulleiter Namislo.
Artikel: Florian Aschenbrenner
Fotos: Patrick Ehrich, Werner Müller