Die Klasse 7d unserer Realschule begab sich im Fach Geschichte gemeinsam mit ihrer Lehrkraft Frau Thienst sowie dem Studienseminar Geschichte 2024-26 auf eine spannende Spurensuche durch ihre eigene Stadt. Ziel der Exkursion war es, das jüdische Leben im mittelalterlichen Regensburg besser zu verstehen und historische Zusammenhänge direkt vor Ort zu erleben.
Erster Anlaufpunkt war das Document Neupfarrplatz, wo die Schülerinnen und Schüler eindrucksvolle Einblicke in das Leben und Arbeiten der jüdischen Gemeinde im Mittelalter erhielten. Die unterirdischen Ausgrabungen und multimedialen Installationen machten sichtbar, wie bedeutend das jüdische Viertel einst für das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt war. Zudem sahen sie weitere Überreste der Regensburger Stadtgeschichte aus der Zeit der Römer und des Zweiten Weltkriegs.
Im Anschluss besuchte die Gruppe das Karavan-Denkmal, das an die Zerstörung des jüdischen Viertels und die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung im Jahr 1519 erinnert. Die besondere Gestaltung des Denkmals regte die Jugendlichen dazu an, über Ausgrenzung, Erinnerungskultur und Verantwortung gegenüber der Geschichte nachzudenken.
Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern eine wertvolle Gelegenheit, Geschichte dort zu erleben, wo sie stattgefunden hat – mitten in ihrer Heimatstadt Regensburg. Mit vielen neuen Eindrücken und einem vertieften Verständnis für dieses wichtige Kapitel der Stadtgeschichte kehrte die Klasse 7d zurück in den Schulalltag.