Die Projektpräsentationen der 9. Klassen im Schuljahr 2025/26 – Zukunft gestalten, Kompetenzen stärken
Unter dem Jahresthema „Zukunft“ zeigten die 9. Klassen der ASR in diesem Schuljahr eindrucksvoll, wie facettenreich, kreativ und anspruchsvoll projektorientiertes Lernen sein kann. Von Dezember 2025 bis Anfang Februar 2026 arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen sowohl inner- als auch außerschulisch an ihren Themen, die sie schließlich in den Projektpräsentationen Anfang Februar der Schulgemeinschaft vorstellten.
Alle Fächer beteiligten sich mit inhaltlichen Beiträgen am übergeordneten Zukunftsthema und ermöglichten so eine außergewöhnliche fachübergreifende Vielfalt: In Mathematik wurde der Einsatz von Virtual Reality im Geometrieunterricht der Zukunft thematisiert, im Englischunterricht beschäftigten sich Gruppen u. a. mit „Teenagers’ Life in the Future“. Die Chemiker fragten nach neuen Kunststoffen und der Zukunft des Plastiks, während andere Projekte untersuchten, wie Digitalisierung und Kryptowährungen unser Bezahlen und Anlegen verändern. Weitere Gruppen präsentierten Themen wie Drohnenflug in 3D – Navigation mit Pythagoras, Visionen vom Leben im Jahr 2050. Beeindrucken konnte aber auch die Dyson-Sphäre im Fach Physik, welche so gar nichts mit den Elektrogeräten im Haushalt zu tun hat – wie vielleicht manch ein Zuhörer vor der Präsentation noch assoziierte . Diese und viele weitere Themen zeigten, wie breit und lebensnah der Zukunftsbegriff interpretiert werden kann.
Jede Gruppe hatte 20 Minuten für ihre Präsentation Zeit – eine Herausforderung, die nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch anspruchsvoll war. Die Schülerinnen und Schüler konnten frei wählen, wie sie ihre Ergebnisse darstellten: mit digitalen Medien, analogen Präsentationsformen, szenischen Darstellungen oder kreativen Elementen wie Nachrichtensendungen, Podcasts und Videosequenzen. Besonders bemerkenswert war ein Projekt, dem es gelang, die Regensburger Bürgermeisterin Frau Astrid Freudenstein zum Thema, wie das Leben im Jahr 2050 aussehen könnte, zu interviewen. Dieses Engagement steht stellvertretend für die Ernsthaftigkeit und Professionalität, mit der viele Gruppen an ihre Aufgaben herangingen. Nervös, aber zumeist sehr gut vorbereitet, präsentierten die Schülerinnen und Schüler Anfang Februar ihre Ergebnisse. Einige Gruppen beendeten ihre Vorträge sogar mit einem Quiz, um zu überprüfen, ob das Publikum aufmerksam zugehört hatte – ein weiteres Beispiel für die kreative und interaktive Gestaltung der Präsentationen. Ein besonderer Wert dieser Projektpräsentationen liegt in der gezielten Förderung der Soft Skills: Teamarbeit, Präsentationskompetenz, Zeitmanagement, Kommunikationsfähigkeit und Eigenverantwortung. Kompetenzen, die im Schulalltag zwar ständig geübt werden, aber selten explizit bewertet werden, stehen hier bewusst im Mittelpunkt und fließen in die Beurteilung ein. Genau darin liegt das große Plus dieses Formats: Die Projektpräsentation verbindet fachliches Lernen mit persönlicher Entwicklung und bereitet die Schülerinnen und Schüler auf Anforderungen vor, die weit über den Unterricht hinausreichen. Die Projektpräsentation der 9. Klassen hat uns alle erleben lassen, dass „Zukunft“ nicht nur ein Thema, sondern eine Haltung ist – neugierig, kreativ, verantwortungsbewusst und engagiert im Fluss zu bleiben und Freude an der Mitgestaltung zu haben.
Yvonne Hartwig und Thomas Kerscher