Einen besonderen Lerntag erlebte die Klasse 9D bei ihrem Besuch in der Bavariathek des Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Auf dem Programm standen ein kurzer Rundgang durch die Ausstellung sowie das historische Escape Game „Hass, Hetze, Mord“ zur Ermordung von Matthias Erzberger.

Geschichte zum Anfassen
Beim Museumsbesuch erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst einen Einblick in die bewegte Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Die politischen Spannungen der jungen Weimarer Republik, wirtschaftliche Not, gesellschaftliche Umbrüche und die zunehmende Radikalisierung weiter Teile der Bevölkerung wurden anschaulich dargestellt. So wurde deutlich, wie fragil Demokratie sein kann – besonders in Zeiten von Krisen und gezielter Stimmungsmache.

„Hass, Hetze, Mord“ – ein historisches Escape Game
Im Anschluss tauchte die Klasse im interaktiven Escape Game tief in die Ereignisse rund um die Ermordung von Matthias Erzberger im Jahr 1921 ein. In Kleingruppen analysierten die Jugendlichen historische Quellen, entschlüsselten Botschaften und rekonstruierten Schritt für Schritt die Hintergründe der Tat.
Dabei wurde eindrucksvoll sichtbar, wie Hasspropaganda, Falschinformationen und politische Hetze zur Radikalisierung beitrugen. Erzberger, der sich unter anderem für den Waffenstillstand von 1918 eingesetzt hatte, wurde Ziel massiver Anfeindungen – ein erschütterndes Beispiel dafür, wie Worte zu Taten werden können.
Mit großem Engagement, Teamgeist und kriminalistischem Spürsinn meisterten die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben.

Demokratie braucht Haltung
Der Besuch in der Bavariathek war mehr als ein Ausflug: Er war eine eindrucksvolle Lektion über die Bedeutung demokratischer Werte, Zivilcourage und respektvollen Umgangs. Geschichte wurde lebendig, greifbar und hochaktuell.

Ein herzlicher Dank gilt dem Team der Bavariathek für die kompetente Betreuung und die spannende Durchführung dieses besonderen Lernerlebnisses