ERASMUS+ Projekt „Augmented Europe“ mit Höhepunkt an der Albert-Schweitzer-Realschule

29 Schülerinnen und Schüler sowie 14 Lehrkräfte aus den fünf Partnerländern Portugal, Spanien, Französisch-Guyana, der Türkei und dem Gastgeber aus Deutschland erlebten eine Woche voller intensiver Arbeit und wunderbaren Momenten der Gastfreundschaft sowie vielen gemeinsamen Aktivitäten über die Projektarbeit hinaus. Großartig unterstützt wurde die Schule dabei von den MINT-Labs Regensburg.

In den zwei vorhergehenden Jahren hatten sich die Partnerschulen bereits mit digitalen Themen beschäftigt: der Programmierung von 360-Grad-Umgebungen, die mit VR-Brillen begangen werden können, sowie von sog. „Merge-Cubes“,  das sind Würfel, mit denen man digitale Inhalte in die reale Umgebung einbetten kann.

Nach einer herzlichen Begrüßung an der Schule sowie im Alten Rathaus durch die Bildungsreferentin, Frau Dr. Kellner-Mayrhofer, wurden am zweiten Tag die von den nationalen Teams vorbereiteten „Performances mit Robotern“ vorgestellt.

Die Kreativität der Gruppen war grenzenlos: die spanischen Schülerinnen tanzten mit ihren Robotern Flamenco, die portugiesischen Schüler ließen ihre als Königspaar verkleideten Roboter voller Emotionen die Gründungsgeschichte Portugals nachspielen, die türkischen Roboter besiegten das Böse indem sie Luftballons zum Platzen brachten, das Team aus Französisch-Guyana ließ die 80-er-Jahre durch einen Aerobic-Kurs mit Roboteranleitung wiederaufleben und die Gruppe der Albert-Schweitzer-Realschule spielte in einem Theaterstück die Sage von der höllischen Unterstützung beim Bau der Steinernen Brücke nach – mit einem LEGO-Mindstorms-Roboter als fauchendem Teufel.

Im zweiten Teil der Projektwoche lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Werkzeuge zum Erstellen von Videos mit Künstlicher Intelligenz. Nachdem alle in Nürnberg Führungen über das ehemalige Reichsparteitagsgelände sowie durch die Ausstellung zu den Nürnberger Prozessen gemacht hatten, erstellten sie am Folgetag sehr beeindruckende Videos mit Botschaften gegen den Faschismus und für eine demokratische Zukunft Europas und der Welt.

Zu dem kulturellen Programm gehörte eine Domführung sowie eine Fahrt mit dem römischen Flusskriegsschiff „Lusoria“. Die Abende gestalteten die Gastfamilien mit großer Herzlichkeit und Offenheit für ihre „Partnerkinder“.

So verabschiedeten sich nach einer Woche alle herzlich voneinander mit dem positiven Gefühl, internationale Freunde gefunden zu haben und optimistisch und aktiv die Zukunft gestalten zu wollen.

Bernd Namislo